Das iPhone hat mittlerweile seinen Platz im Business gefunden. Nicht unbedingt, weil die IT-Abteilungen es so wollten, sondern weil die Benutzer es wollten. Alleine die eingebauten Anwendungen wie Kontakte, Kalender, Mail und Safari machen das Gerät zum Allzweckwerkzeug, sondern auch eine Menge Programme aus dem App Store. Wir haben deshalb das Sonderkapitel aus dem iPhone-Buch aktualisiert: Das iPhone für Business- und Power-User (Download nach Registrierung). Neu dabei sind die zehn Programme herausgesucht, mit denen Sie garantiert produktiver werden.
Was nicht mal die Windows-Mobile-Geräte ordentlich schaffen, gelingt mit diesem Programm fast perfekt: Word- und Excel-Dokumente öffnen und bearbeiten. Das tun Sie mit Quickword® und Quicksheet®, mit Kopieren & Einsetzen, Farb- und Schriftauswahl und ordentlicher Unterstützung der Formatvorlagen. Das kann man auch erwarten von einem Hersteller, der seit gefühlten 20 Jahren MS Office auf Palm, Symbian und alle möglichen anderen mobilen Geräte bringt.
Aufs iPhone gelangen die Dateien übrigens mit Quickoffice® Files. Genial einfach ist die Handhabung zusammen mit der iDisk von MobileMe. Werfen Sie einfach Ihre Dokumente auf Ihre iDisk und rufen Sie sie von Ihrem iPhone aus ab (unser Tipp für Besitzer großer Festplatten: Schalten Sie die Synchronisierung an). Aber auch über eine WLAN-Verbindung kommen alle möglichen Dateien (nicht nur Word- und Excel) auf die mobile Festplatte. Und für iDisk-Besitzer bietet das Programm noch eine sehr nützliche Funktion: Alle Dateien (bis 100 MB) auf der iDisk lassen sich direkt per E-Mail versenden, ohne dass sie vorher aufs iPhone geladen werden müssen.
Die Quickoffice Mobile Office Suite kostet 15,99. Wer nur die iDisk- und Datenspeicherfunktionen benötigt, bekommt Quickoffice® Files als eigenes Programm für 1,59 €.

Mit Evernote haben Sie alle Informationen immer zur Hand. Es ist eine Art universelles Notizbuch in den Wolken. Egal, wo Sie etwas hinzufügen, Sie können sie an jeder anderen Stelle wieder herausholen. Machen Sie Notizen auf dem iPhone und bearbeiten Sie diese am Mac. Speichern Sie eine PDF-Datei auf dem Mac und lesen Sie sie am iPhone. Knipsen Sie eine Visitenkarte mit dem iPhone und ziehen Sie den Text auf Ihren Windows-Computer. Evernote schickt das Bild auf den Servern im Netz durch die Texterkennung. Machen Sie Sprachnotizen am iPhone ohne zusätzliche Software und lassen Sie sie ganz nebenbei über das Netz übertragen.
Evernote ist kostenlos. Für 5 $ monatlich bekommen Sie SSL-geschützte Übertragung, mehr Datenvolumen und die Möglichkeit, viele Dateiformate in Evernote zu laden (z. B. txt, html, doc, jpeg, gif, und png)

Bäume fällen fürs Telefonbuch? Das macht nicht mal mehr die Telekom. Stattdessen bietet seit kurzem auch die Telekom Ihren Telefonnummernschatz über eine iPhone App an. Suchen Sie nach Namen und Adressen und speichern Sie die gefundenen Nummern in Ihrem Adressbuch. Suchen Sie nach Nummern und sehen Sie, wer Sie angerufen hat. Finden Sie alle möglichen Dienstleister über die Umkreissuche.
Das Telefonbuch ist kostenlos. Und das ist auch richtig so. Denn schließlich bezahlen Sie die Telefongebühren. Diese App muss einfach aufs iPhone.

Datenbanken sind die Schatztruhen der Geschäftswelt. Mit Bento für iPhone bauen Sie sich Ihre eigene CRM-Applikation, verwalten Aufgaben und Tätigkeiten oder erstellen Formulare zur schnellen Dateneingabe unterwegs. Das tun Sie entweder nur am iPhone oder zusammen mit dem wunderbaren Bento Desktop-Programm (leider nur für Mac ab 10.5 Leopard, 39 €).
Lassen Sie sich vom Preis nicht täuschen: vielen Benutzern wäre diese Datenbank, selbst wenn Sie nur die Hälfte der Funktionen böte, weit mehr wert als die geforderten 3,99 €.

Basecamp (www.basecamphq.com) ist eines der beliebtesten Online-Projektwerkzeuge für die Online-Zusammenarbeit. Was die Online-Anwendung so beliebt macht, ist, wie schnell und unkompliziert die einzelnen Werkzeuge, wie Nachrichten, Aufgabenlisten, Meilensteine und Datei-Upload von allen Mitglied in einer Arbeitsgruppen genutzt werden können.
Basecamp hat eine Schnittstelle für Entwickler, mit denen diese auf alle Inhalte zugreifen können. Deshalb gibt es mittlerweile auch bestimmt zehn Apps für Base von kostenlos bis über 10 €.
Encamp kostet 7,99 € und unterstützt alle Funktionen, die auch das Original bietet – und dass genau so einfach.

Mit Twitter (www.twitter.com) können Sie Kurznachrichten mit bis zu 140 Zeichen über das Web versenden. Andere können Ihre Nachrichten und Sie können die Nachrichten anderer abonnieren. Es gibt viele Bezeichnungen für das, was Twitter bietet. »Ambient intimacy, »Continuous partial friendship«, »Synchronisiertes Miterleben«, »Allgegenwärtige Intimität«,»Mikro-Blogging«. Tatsache ist, dass immer mehr Menschen dieses Medium für Ihre private aber auch sehr stark für Ihre berufliche Kommunikation nutzen. Sie können Twitter über das Web nutzen, aber mit einem speziellen Programm (Client) haben Sie mehr Möglichkeiten.
Darüber, ob Twitter eine Business App ist, lässt sich streiten. Unsere – nicht repräsentative Umfrage – nach den wichtigsten Business-Werkzeugen sah jedenfalls eine Menge Twitter-Anwendungen ganz oben. Und weil wir das genauso sehen, empfehlen wir Ihnen uneingeschränkt das Programm, welches seit Monaten wie festgeklebt ist auf unserem Startbildschirm.
Tweetie kostet 2,39 und ist völlig zurecht seit seinem Erscheinen die Nummer Eins in der Kategorie Soziale Netze.

Mit Skype können Sie kostenlos mit anderen Skype-Nutzern telefonieren – egal, wo sich diese gerade auf der Welt befinden. Alles, was Sie brauchen, ist ein WLAN-Zugang (Wi-Fi), denn so gut wie alle Telefonanbieter, verbieten die Nutzung von Skype in Ihren Mobilnetzen. Ist man über ein drahtloses Netz zum Beispiel mit einem DSL-Anschluss verbunden, lässt sich mit Skype wunderbar telefonieren. Und auch wenn Ihr Geschäftspartner kein Skype-Nutzer ist, können Sie mit Skype meist viel billiger telefonieren, als mit den meisten Mobil- und Festnetztarifen. Die Rufnummern Ihrer Kontakte müssen Sie übrigens nicht selbst eingeben, die holt sich Skype aus den iPhone-Kontakten.
Und, bevor wir es vergessen: Sie können nicht nur telefonieren mit Skype, sondern auch chatten – und das geht auch übers Mobilfunknetz.
Skype können Sie kostenlos im App Store laden.

Aufgabenlisten für das iPhone gibt es so viele, dass wir mit dem Zählen aufgehört haben. Und die meisten haben eine geradezu religiös-fanatische Anhängerschaft. Die Webanwendung Remember The Milk ist ein wenig anders. RTM, wie Insider den Dienst nennen, ist das wahrscheinlich umfangreichste Organisationswerkzeug, das Sie finden können. Die meisten Anwender, die wir kennen, nutzen sie einfach, ohne große Worte darüber zu machen. Pragmatisch, praktisch, gut. Sie können es ohne Vorkenntnisse als einfache Listensammlung nutzen – übrigens auch auf Deutsch. Wenn Sie mehr wollen, ist beinahe nichts unmöglich: Erstellen Sie Aufgaben per E-Mail, lassen Sie sich von Twitter erinnern.
Veröffentlichen und teilen Sie Ihre Aufgabenlisten mit Kontakten oder machen Sie sie öffentlich zugänglich. Aufgaben lassen sich sogar einem bestimmten Ort zuweisen und anzeigen, wenn Sie genau dort sind – dafür sorgen die iPhone-Ortungsdienste.
Sie können Remember The Milk auf dem Computer kostenlos nutzen und die iPhone-Version 30 Tage testen. Danach benötigen Sie einen Pro-Account,der aber mit 25 Dollar pro Jahr nicht teuer ist (www.rememberthemilk.com).

Wenn Ihre Arbeit auch nur entfernt etwas mit Sprache zu tun hat, mit der deutschen, aber auch mit anderen, dann sollte dieses kleine Programm auf Ihrem Home-Bildschirm liegen.
CanooNet ist das Wörterbuch zur deutschen Sprache. Sie finden auf einen Tipp umfangreiche Daten zur Rechtschreibung, zu den Wortformen, der Beugung (Flexion) von über 250.000 Wörtern (laut Hersteller 250.000 Stichwörter).
Ohne das Programm zu wechseln suchen Sie im OpenThesaurus nach passenden Synonymen, in LEO nach der Übersetzung in fünf Sprachen (und zurück) und in der Wikipedia nach einer Beschreibung des gesuchten Wortes.
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Da staunt der Chef und der Kollege wundert sich, wenn Sie mit einem Tipp die aktuellen Zugriffszahlen der fünf Firmenwebsites parat haben. Denn die brauchen Sie, um den Erfolg Ihrer Marketingbemühungen zu messen.
Mit Ego erstellen Sie sich kleine Widgets zur Auswertung der Zahlen, die Online-Dienste erzeugen. Zur Zeit sind dies Google Analytics, FeedBurner, Mint, Squarespace und Twitter. Natürlich gehen diese Anzeigen nicht ins Detail, aber für eine schnelle Übersicht der aktuellen Entwicklungen gibt es keine bessere Lösung.
Wir finden 1,59 € ist nicht zu viel für diesen Ego-Schmeichler.